Schüler zu Gast beim Megaloceros giganteus

Kürzlich war es einer kleinen Gruppe von Schülern der Hauptschule Munster möglich einen Blick in die Geowissenschaftliche Sammlung der Universität Bremen zu werfen. In die Wege geleitet hatte dies die Lehrerin Daniela Rösner, die Mitglied im Förderverein der Sammlung (Freunde der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Bremen e.V.) ist und so den Kontakt zu Dr. Jens Lehman hergestellt hatte. Zudem leitet Frau Rösner die Fossilien-AG an der Hauptschule und wollte den Schülerinnen und Schülern ermöglichen an einem außerschulischen Lernort Erfahrungen im Umgang mit den Fossilien zu sammeln.

Dr. Lehmann und der Präparator Herr Krogmann führten die Schüler durch einen interessanten und lehrreichen Nachmittag. Angefangen mit den besonderen Ausstellungsstücken: einem Riesenhirsch (Megaloceros giganteus) und einem beeindruckenden Skelettabguss eines Iguanodon fragten die Schüler den beiden Experten Löcher in den Bauch. Doch der eigentliche Grund der Exkursion der Fossilien-AG waren die Jahrmillionen alten Versteinerungen von urzeitlichen Lebewesen. Dr. Lehmann stellt den Schülern knifflige Sortieraufgaben und war erstaunt über das Vorwissen der Schüler. Frau Rösner war sichtlich stolz auf ihre Schützlinge: „Natürlich sind Zähne eines Riesenhais wesentlich spannender als eine 200 Millionen Jahre alte Schnecke, aber die Schüler begeistern sich für alles.“ Und so konnte man den Kindern zuhören, wie sie mit dem Experten über Ammoniten, Belemniten und Trilobiten diskutierten. Dabei konnte Dr. Lehmann zu jeder Geschichte ein passendes Exemplar aus der Sammlung hervorholen. „Das ist mal wirklich Unterricht zum Anfassen und Mitmachen. Es ist schön, wenn die Schüler die Möglichkeit haben eine so große Vielfalt an Fossilien zu sehen“ kommentierte Frau Rösner.

Zum Abschluss stellte Herr Krogmann den Beruf des Präparators vor und erläuterte welche Tätigkeiten zu seinem Arbeitsalltag gehören. Er zeigte den Schülern seinen Arbeitsplatz mit Sandstrahler, Drucklufthammer, Mikroskop und führte einige Präpariertechniken vor. So mancher Schüler war von dem Zusammenspiel von brachialer Gewalt einen Stein aufzubrechen, um an ein verborgenes Fossil zu gelangen und der Präzisionsarbeit, um eine millimeterdünne Gesteinsschicht von einem Fossil zu entfernen, begeistert.

Der Ausflug war ein einmaliges Erlebnis und bleibt den Schülern noch lange in Erinnerung. Und Frau Rösner plant schon den nächsten Ausflug für ihre AG. „Es wäre schön, wenn wir es schaffen mit der Gruppe in einen Steinbruch zu fahren. Fossilien finden macht nämlich am meisten Spaß.“

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